Tunja in Bildern und das große Nostalgieren

Mein geliebtes Tunja in Bildern

Manchmal, wenn die Nostalgie unerträglich wird, schaue ich auf meinem Blog alte Beiträge an. Das ist das Schöne am Blogschreiben. Während meines Freiwilligendienstes diente mein Blog eher dazu euch an meinem kolumbianischen Leben teilhaben zu lassen und jetzt, zwei Jahre später, sind die Beiträge für mich etwas sehr persönliches, Erinnerungen fast wie Tagebucheinträge. Ich lese sie und mir fallen Details ein, an die ich gar nicht mehr gedacht habe. Automatisch habe ich beim Lesen ein Lächeln auf den Lippen und fühle mich in den Moment zurückversetzt.

An meinen Texten merke ich auch, wie ich mich weiterentwickle. Vieles würde ich heute anders schreiben und teilweise habe ich nun andere Blickweisen auf bestimmte Dinge durch verschiedene Erfahrungen, die ich gemacht habe. Aber ich möchte nichts an alten Beiträgen ändern, denn damals wollte ich es so schreiben.

Ich muss zugeben, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht an Kolumbien und meine kolumbianischen Familien denke. Die Kultur, die ich dort erlebt habe, ist ein Teil von mir geworden und manchmal fällt es mir schwer, dass meine zweite Heimat so weit weg ist. Durch Salsa-Partys in Berlin, empanadas kochen oder nostalgische Wein- (manchmal auch aguardiente-) abende mit Frieda versuche ich mir einen Teil Kolumbiens nach Deutschland zu holen. Weiterlesen