Mein Norden ist der Süden

– 26 Tage in Chile –

„Mi Norte Es El Sur: Qué dice Latinoamérica“.
Durch eine Gruppe der Uni bin ich auf das „Festival de Cine de Mujeres“ im Museum Violeta Parra aufmerksam geworden. Leider konnte ich mich erst am letzten Tag, den Sonntag, motivieren einen der vielen internationalen Filme des feministischen Filmfestivals zu besuchen. Dafür hat es sich sehr gelohnt und ich bin tiefgrübelnd mit vielen Gedanken aus dem Kinosaal gegangen.

„Mein Norden ist der Süden: Was sagt Lateinamerika“ heißt der Film der audiovisuellen Produzentin Amanda Puga Salman, der am Sonntag präsentiert wurde. Im Jahr 2013 begab sich die Chilenin auf eine Reise quer durch Lateinamerika. Am Anfang beschreibt sie, wie sie raus aus dem konsumorientierten, neoliberalen Chile wollte, um zu sehen, wie andere Länder leben. Ihr Weg führte sie nach Kuba, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien.
Der Film war in mehrere Abschnitte geteilt: „Was ich sehe“, „Was mir gesagt wird“, „Die Wahrheit“. In jedem Abschnitt kommen verschiedene Menschen jedes Landes zu Wort und erzählen von den Problemen, mit denen sie in ihrem Land konfrontiert werden. Zwischendurch sind Landschafts- und Alltagsszenen zu sehen. Mit dem Fortschreiten des Films nimmt das Tempo zu. Abschnitte der verschiedenen Orte werden immer schneller, vermischen sich miteinander. Anfangs wurden die Zuschauenden noch
an die Hand genommen. „Jetzt sind wir in Kuba.“ „Das beschäftigt die Menschen in Venezuela.“ Gegen Ende des Films konnten die Menschen und Länder nicht mehr auseinandergehalten werden. Kuba, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, sie alle wurden zu einem Land vermischt: Lateinamerika.

Der Film war deprimierend! Aber beeindruckend. Amanda sprach mit so vielen Menschen, hat so viele Geschichten gezeigt und Hintergründe verständlich gemacht. Dinge passieren, die wir uns im ordentlichen Deutschland gar nicht vorstellen können. Im Chocó, Kolumbien, erlebte sie einen Guerrillaangriff, den sie aufnahm. Die Menschen, bei denen sie unterkam, waren nicht beunruhigt, sie fingen an zu lachen.
Ausnahmesituationen und Alltagsszenen. Eine Kubanerin erzählt, wie sie niemals eine Languste kaufen dürfe. Das ist nur für die Touristen auf Kuba. Sie fing an laut zu lachen: „Stell dir vor, was sie mit mir machen würden, wenn sie mich mit zwei Langusten erwischen!“. Es ist traurig, doch durch ihre sympathische Art fängt man an zu schmunzeln. Wie albern, was sich die kubanische Regierung für ihre Menschen ausgedacht hat.
In Venezuela regt sich ein Mann auf, dass propagiert wird, wie der Imperialismus bekämpft wurde, weiterhin aber keine venezolanischen Produkte innerhalb des Landes verkauft werden. Kaffee aus Brasilien, Käse aus Uruguay, Kekse aus Chile. „Wir haben den besten Kaffee der Welt! Warum verkauft uns unsere Regierung nur ausländische Produkte?“ Venezuela ist wohl das Land, welches sich seit der Aufnahmen am meisten verändert hat. Solche Filme wären jetzt wahrscheinlich gar nicht mehr möglich.
Bei ihrer Reise in Medellín sprach Amanda mit einem Mann, der ihr von dem Bürgerkrieg Kolumbiens erzählte. Frustriert erzählt er wie die FARC damals sich das nahm, was sie wollte, ohne jegliche Konsequenzen. Auch Kolumbien hat sich seitdem sehr verändert. Mittlerweile sind Reisen auf den damals gefürchteten Landstraßen möglich ohne Überfälle. Die FARC existiert offiziell nicht mehr. Kolumbien ist auf dem Weg zum Frieden.
Auf einem kleinen Markt in Quito aß Amanada Mittag mit zwei Ecuadorianern. Sie sprechen über die Korruption und Politik des Landes.
Am Strand von Huacachina sitzt sie mit einem Peruaner, der deutlich macht, wieviel Geld in die Taschen der Regierung wandert, wo doch die Bevölkerung es am meisten bräuchte.
In Bolivien unterhält sie sich über die Probleme der indigen Bevölkerung.

Immer schneller werden die Länder vermischt, so dass am Ende ein einziges übrigbleibt. Was in dem Film gezeigt werden sollte: alle Länder des Kontinents sind Lateinamerika. In jedem Land gibt es ähnliche Probleme. In Lateinamerika ist der Unterschied zwischen Arm und Reich viel zu groß, korrupte Politik nutzt vor allem die Minderheiten aus, Landeskulturen und indigene Völker werden benachteiligt und fast vergessen. Probleme, die in allen lateinamerikanischen Ländern auftreten. Jedes Land kämft heute noch mit seiner eigenen Geschichte. Im letzten Jahrhundert durchlebten viele lateinamerikanische Länder eine rechte Militärdiktatur. Die Geschichten entwickelten sich parallel bis heute.

Für mehr Informationen zu dem Filmprojekt schaut auf Mi Norte es el Sur vorbei.

Ich war beeindruckt von dem Film. Er ließ mich mit vielen Eindrücken zurück. Anschließend gab es eine Diskussion mit der Produzentin und der Regisseurin des Films. Ein Chilene aus dem Publikum meldete sich zu Wort: „Mich macht es traurig, dass Chile sich so fernab von Lateinamerika sieht. Wir sind doch auch ein Teil davon! Immer wird es damit begründet, dass wir durch die Andengebirgskette von allen abgeschnitten sind, dabei ist Argentinien nur wenige Stunden entfernt.“ Er erzählte, wie toll er es finde, dass mit Menschen, die aus Kolumbien, Ecuador oder Venezuela kommt, auch deren Kultur herkommt. „Jetzt gibt es Arepas und venezolanische Empanadas an jeder Ecke. Wir hören kolumbianische Musik. Das ist doch etwas Tolles, wie sich die Kulturen vermischen! Eine Bereicherung!“

Seine anfänglichen Worte passen zu dem, was ich in Chile bisher erlebte. Chile ist besser und hat nicht die gleichen Probleme wie die anderen lateinamerikanischen Länder. Hier geht es den Menschen gut und sie können von internationalen Produkten zehren. Es gibt keine Armut und Gewalt oder Korruption. Alles funktioniert perfekt.
Will Chile so auf andere Länder wirken? Strebt es so sehr Europa und den USA nach, dass es seine eigenen Ursprünge vergisst?

Isabel Allende schrieb in ihrem Buch „Mein Erfundes Land“:

Die Abgeschiedenheit gibt uns Chilenen die Mentalität eines Inselvolks, und die großartige Schönheit des Landes macht uns überheblich. Wir halten uns für den Nabel der Welt […] und kehren Lateinamerika den Rücken, da wir uns von jeher mit Europa vergleichen. Wir sind egozentrisch und brauchen den Rest des Universums einzig, damit er unsere Weine trinkt und Fußballmannschaften zusammenstellt, die wir besiegen können.

In Kolumbien war das immer etwas, was ich sehr bewundert und genossen habe. Dort spürte ich lateinamerikanisches Temparement. Ich habe das Gefühl, dass vor allem die mittel- und nordsüdamerikanischen Länder sich gegenseitig stärken wollen (auf gesellschaftlicher Ebene, nicht politisch). Ein Thema, dass in Street Art, Kunst und Musik häufig aufgegriffen wird. Hört euch das Lied von Calle 13 – Latinoamérica an.
Chile will sich bewusst davon abgrenzen. Vor allem an der Uni und in jüngeren Generationen merke ich, dass sie sich mehr Lateinamerika zugehörig fühlen wollen. Sie wollen auch mit Stolz sagen: Ich bin Latinx.

Ich finde es toll, dass ich die Möglichkeit hatte, so viel von Südamerika zu sehen. Während der Film lief, verglich ich das Gehörte mit eigenen Erfahrungen. Besonders musste ich mich an die Peru– und Bolivienreise zurückerinnern, die ich 2017 unternahm.
Als Europäerin fühle ich mich ein bisschen außen vor, so als ob ich zu dem Thema nichts sagen dürfte. Aber vielleicht ist das auch nur mein persönliches Empfinden, denn bisher haben sich die meisten darüber gefreut zu hören, dass ich mich colomboalemana (kolumbianischdeutsch) fühle.

Graffiti an der Universidad Nacional de Colombia
Graffiti an der Universidad Nacional de Colombia

Weisheit des Tages: Lateinamerika ist eins. Und doch so unglaublich groß, vielfältig und verschieden. Je mehr wir versuchen Länder auf ihre Unterschiede zu vergleichen, desto mehr Gemeinsamkeiten können wir entdecken und wertschätzen.

Chi Chi Chi! Le Le Le! Viva Chile?

– 19 Tage in Chile –

Ohne viel Vorwissen und Erwartungen, aber mit viel Abenteuerlust nahm ich vor fast drei Wochen den Bus von Mendoza, Argentinien, nach Santiago de Chile. Jetzt sind schon drei Wochen vergangen und so langsam fügt sich mir ein Bild aus den Dingen zusammen, die ich hier sehe und erlebe.

Warum Chile? – wurde ich oft gefragt.
Bei so einer Frage fühle ich mich schnell unter Druck gesetzt. Jetzt muss ich die perfekte Antwort abliefern. Also.
Mein Gedankengang zwei Auslandssemester hintereinander in zwei verschiedenen südamerikanischen Ländern zu machen, war der, dass ich neben Kolumbien noch ein anderes Land kennenlernen wollte. Ich hatte das Gefühl (und merke es immer noch), dass ich sehr fokussiert auf Kolumbien bin. Um es ein bisschen spiritueller auszudrücken: ich wollte meinen (kolumbianisch-deutschen) Horizont erweitern. Und warum in Chile?

  • Als Kind habe ich einige Kinderbücher der chilenischen Schriftstellerin Isabel Allende gelesen. So hörte ich wohl das erste Mal von dem fernen, langgestreckten Land in Südamerika.
  • Zwei meiner besten Freundinnen waren einige Zeit in Chile und haben das Land in den Himmel gelobt.
  • Mit meiner Uni in Deutschland gibt es eine Fakultätspartnerschaft in Santiago de Chile.
  • Die Geschichte Chiles ist sehr interessant. Ich wollte verstehen, wie das Land nach 17 Jahren Militärdiktatur, die erst 1990 endete, zu dem wirtschaftlich stärksten Land Lateinamerikas wurde. Pinochet hinterließ ein Trauma, das die Gesellschaft von heute noch begleitet und spaltet. Wie sich das im chilenischen Alltag bemerkbar macht, möchte ich herausfinden.
  • Chile, so stellte ich es mir von den wenigen Dingen, die ich über das Land wusste vor, ist ganz anders als der Rest von Südamerika. Eine Mischung aus europäischer Ordnung und lateinamerikanischer Lebensfreude. So dachte ich…

Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Chile wollte mich erst nicht so richtig empfangen. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich langsam einlebe und wohlfühle.
Bis Anfang August werde ich in Santiago de Chile wohnen und an der Universidad de Chile Journalismus studieren. Während es am Anfang so schien, dass niemand an der Uni wusste, das ich kommen würde und ich mir meinen Studienplatz ein bisschen erkämpfen musste, habe ich jetzt einen festen Stundenplan und kann mich einleben.
Von den Uniproblemen abgesehen, war es erst ein wenig schwierig eine schöne Unterkunft zu finden. Über Facebook habe ich eine Wohnung gefunden, die mir sehr gefiel, doch als wir ankamen, wollte ich sofort wieder weg. So eine verdreckte Wohnung habe ich wirklich noch nie gesehen. Nach einer Nacht auf einer Matraze ohne Laken oder Bettdecke nutzte ich den nächsten Tag eine Wohnung zu suchen, in der ich gerne bleiben würde. Jetzt bin ich schon seit über zwei Wochen in einer sehr schönen, minimalistisch eingerichteten Wohnung, mit netten Leuten und in einer lebendigen Wohngegend.

Abgesehen von den angfänglichen Problemen, die aufkamen, konnte mich Chile nicht wirklich mit seiner Kultur, Architektur und sagen wir mal Politik überzeugen. Ich bin ein bisschen naiv hergekommen und dachte, ich lasse mich überraschen. Vorher wollte ich mich nicht über Chile informieren, um alles aus erster Hand zu erleben.
Ich weiß nicht, wie mein erster Eindruck gewesen wäre, wenn ich von Deutschland hierhergekommen wäre. Dadurch, dass ich seit Juli in Kolumbien gelebt habe, wurde ich schnell wieder „kolumbianisiert“. Der Kulturschock von Kolumbien nach Chile ist riesig!

  1. Chile ist unglaublich teuer!
    Klar. Ich war ein bisschen an die kolumbianischen Preise gewöhnt. 2€ für ein Mittagsmenü mit Saft, Suppe, einem riesen Teller Hauptgang und einem Nachtisch ist woanders einfach nicht möglich. Aber selbst im Vergleich zu Deutschland erscheint mir Santiago sehr teuer! Ein Bier in einem Lokal kostet umgerechnet dann auch mal 5€. Supermarktpreise übersteigen die in Deutschland. Anfangs habe ich mich gefragt, wie ich mich hier überhaupt ernähren sollte! 3€ für einen Kilo gespritzte, unnatürliche Äpfel. 8€ für ein vegetarisches Hot Dog mit drei Kartoffelchips und 20€ für einen Liter Cocktail (für zwei Personen). Ein Schock.
    Mittlerweile entdecke ich immer mehr günstigere Alternativen. Günstig bedeutet dann Preise wie in Deutschland. Anstatt Obst im Supermarkt einzukaufen, warte ich immer den Sonntag ab, wo die grauen Straßen vor meiner Haustür, durch die die Hauptstädtler*innen hetzen, sich in einen bunten Obst- und Gemüsemarkt verwandeln. Der Markt macht Spaß! Dort kaufe ich gerne ein und decke mich für die Woche ein. Das einzige Problem: ich kann nicht einen Kilo Pfirsiche oder Tomaten in einer Woche essen. Da diese Produkte wirklich frisch sind, werden sie auch schnell schlecht. Aber so langsam habe ich den Dreh raus.

Was mich gerade im Vergleich zu Kolumbien sehr verwunderte: Chile scheint kaum nationale Produkte zu haben. Hier gibt es nicht den kleinen Laden nebenan, wo nur chilenische Produkte verkauft werden. Im Gegenteil! Wo ich wohne, gibt es viele Einwander*innen aus Kolumbien und Venezuela, die Produkte aus Nordsüdamerika mitbringen. Ich freue mich, wenn ich bekannte Marken, wie Chocoramo, Sol-Trinkschokolade oder anderes sehe.
Noch erstaunter war ich, als ich zahlreiche deutsche Produkte in den Supermärkten sah! Milka- oder RitterSportschokolade ist ja gar nicht so ungewöhnlich. Aber die gleichen Kekse, die ich in Deutschland esse, Rotkohl und Sauerkraut in großen Gläsern und Kräutersenf? Alles komplett auf deutsch. Chile scheint Produkte, aller möglichen Länder zu haben, nur kaum eigene. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:

2. Imperalismus. Auf mich wirkt es so, als hätte die USA ihre große mächtige Hand über Chile. Schon die chilenische Flagge sieht aus wie eine reduzierte Version der USA. Anstatt Ähnllichkeiten mit Europa zu entdecken, sehe ich eher welche zur USA. Als wir Santiago de Chile vom Weiten sahen, hätte ich es auch für eine kalifornische Großstadt mit Wolkenkratzern halten können. Architektur und die vielen riesen Malls, auf die die Chilenen besonders stolz sind, sind sehr US-amerikanisch. Das Zentrum der Hauptstadt ist ein reines (noch überteurteres) Bankenviertel. Ein Reichtum reiht sich an das andere.
McDonalds, Starbucks und Co. findet man an jeder Ecke. Während es in vielen lateinamerikanischen Ländern nicht eine Starbucksfiliale gibt und nationalen Coffeehäusern somit die Chance auf Erfolg im eigenen Land gegeben wird (Juan Valdéz in Kolumbien), scheint es hier nichts anderes zu geben. Die großen (US-amerikanischen) Marken sind hier voll drin und bestimmen den Markt. Nescafé, Nestlé und Coca-Cola ganz vorne mit dabei. Ich weiß nicht, ob chilenische Eigenmarken und Alternativen verdrängt und aufgekauft wurden, oder ob sie nie existierten.

3. Kommerz und Konsum. Beides spielt eine große Rolle. Es wird viel darüber geredet, schließlich: Geld regiert die Welt. In Kolumbien erlebte ich, dass man auch ohne Geld eine gute Zeit haben kann und das komplette Finanzielle für einen Abend ausblenden kann. Hier ist es stets präsent. Öffentliche Universitäten? Genauso teuer wir Privatunis. Es gibt nichts, was nicht kostet.
Meine Mitbewohnerin ist Künstlerin, wodurch ich ein bisschen in die Kunstszene Santiagos reingerutscht bin. Das finde ich toll! Doch schnell merkte ich, auch hier ist das Kapital Thema Nummer Eins. Das kritisiert meine Mitbewohnerin übrigens genauso sehr wie ich. Ihrer Meinung nach wird das in der chilenischen Kunstszene viel zu wenig hinterfragt und Künstler*innen lassen sich und ihre Kunst zu schnell kommerzialisieren.

4. Mit dem Kommerzdenken und dem starken, chilenischen Markt kommt auch das „Chile-Denken“ mit, von dem ich schon vorher hörte. Chile ist anders als Lateinamerika. Chile ist besser als Lateinamerika. So sehen sich die Chilenen (Achtung! Provokante Verallgemeinerung). So beschrieb es auch Isabel Allende in ihrem Buch „Mein erfundenes Land“.
Was macht Chile besser als Argentinien, Venezuela, Kolumbien? Eine starke Wirtschaft mit Preisen, die man sich kaum leisten kann? Der Mindestlohn in Chile liegt bei umgerechnet 400€. Bei den Preisen, die ich oben genannt habe, wie soll man sich da über Wasser halten, wenn noch Miete, Sozial-, Krankenversicherungen und Bildung für die Kinder bezahlt werden müssen (ein Monat an einer öffentlichen Universität kostet umgerechnet 400€)?
Chile ist das neoliberalste Land, das ich kenne. Gestern, nachdem ich ein wenig recherchierte, fand ich heraus, dass der Neoliberalismus in Chile entstand, als jemand zu Zeiten Pinochets das Wort Liberalismus sporadisch verwendete. So entwickelte sich der Neoliberalismus. In Chile.

Hinter der Facette dieses angesehenen Landes steckt auf jeden Fall eine Menge mehr! Ich habe bisher nur einen kleinen Eindruck in die Kultur, Geschichte und Politik des Landes erhalten, lerne aber täglich dazu. Ich habe interessante Unterhaltungen mit verschiedenen Menschen, die mich mehr hinter die Facetten blicken lassen.

Vielleicht ist dieser Blogbeitrag zu negativ für den ersten aus meiner neuen temporären Wahlheimat. Der erste Eindruck kann täuschen! Ich bin gespannt, was ich am Ende der fünf Monate über Chile denken werde.
Demnächst werde ich auch sicher noch die positiven Seiten zeigen.
Was würdet ihre gerne lesen? Was interessiert euch an Chile

Weisheit des Tages: Chile ist ein sehr komplexes, vielseitiges Land! Der erste Eindruck kann täuschen, also zeig mir, was du zu bieten hast, Chile 😉

Vom Karneval in Pasto über Quito bis zur Küste

– 186 Tage nach der Ankunft –

Kolumbien ist wunderschön und reich an Kultur! Da die Universidad Nacional die Klassen erst für den 21. Januar angesetzt hatte, habe ich die freie Zeit genutzt, um in eine Ecke Kolumbiens zu reisen, die ich noch gar nicht kannte.
Nariño im Süden Kolumbiens. Einer der Gründe, warum ich bisher nicht da war, ist die Sicherheit. Nariño war während meines Freiwilligendienstes rote Zone (und ist es heute wahrscheinlich auch noch). Das departamento ist deshalb unsicher, weil dort heute noch Guerrilla und Paramilitärs präsent sind. Nah an der Grenze zu Ecuador ist es ein geeigneter Ort, um Drogen und andere Güter zu schmuggeln. Die Hauptstadt Nariños, San Juan de Pasto, eine Kleinstadt mit rund 380.000 Einwohner*innen, ist auch deshalb gefährlich, da sie fernab von jeglichen anderen großen Städten ist. Ganz nach dem Motto: was in Pasto passiert, bleibt in Pasto.

Warum tratt ich trotzdem am 4. Januar eine 18-stündige Busfahrt von Bogotá nach Pasto an?
Vom 2. bis zum 7. Januar findet in Pasto der zweitgrößte Karneval Kolumbiens (nach dem in Barranquilla) statt: Carnaval de Negros y Blancos (Karneval der Schwarzen und Weißen). Der Karneval hat seinen Ursprung in der Fusion verschiedenster Kulturen. Im Jahr 1546 wurde er das erste Mal zelebriert und wurde 2002 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet.
Nach der langen Busfahrt kam ich am 5. Januar an, am día de los negros (Tag der Schwarzen). Dieser Tag ist den schwarzen Sklaven gewidmet, die nach Kolumbien kamen. 14% der kolumbianischen Bevölkerung sind Nachkommen der schwarzafrikanischen Sklaven. Heute leben viele Dunkelhäutige vor allem in den Küstenregionen des Landes. In Kolumbien gibt es sehr viel Rassismus und Diskriminierung gegenüber Schwarzen. Am 5. Januar in Pasto ist das nicht der Fall. An dem Tag malen sich die Menschen gegenseitig schwarz an. Motto des Tages ist: ¡Que vivan lxs negros! Ich wusste nicht, was mich beim Festival erwarten würde, war aber auf jeden Fall überrascht. Auf dem Plaza Nariño stürmten Menschen aufeinander zu, um sich bunte und schwarze Farbe ins Gesicht zu schmieren, Mehl wird herumgeworfen und Schaum gesprüht. Alle fünf Minuten sah ich anders aus. Nebenbei traten verschiedene Musikgruppen aus der Pazifikregion Kolumbiens auf zu deren Musik getanzt wurde. Ein Riesenspaß!

 

 

 

Am 6. Januar ist der Karnevalsumzug. Durch ganz Pasto ziehen Tänzer*innen, Musiker*innen und die verschiedensten Leute mit ihren bunten Karnevalswägen, einer umwerfender als der andere. Am Ende des Karnevals wird ein Gewinner für den einfallsreichsten Karnvealswagen gekürt und bekommt ein Preisgeld. In den ausgefallen, aufwendigen Wägen stecken Monate Arbeit drin! Kolumbiens kulturelle Vielfalt wurde in diesen Stunden ausgelebt. Tänze aus allen Regionen des bunten Landes. Kinder, Frauen und Männer, alle tanzten zusammen, sangen und feierten. Alle Menschen machten mit. Wenn kein Platz zum Tanzen in den Menschenmassen war, so musste mindestens mit dem Kopf oder dem großen Zeh mitgewippt werden. Ich war überwältigt von der Kultur, die an dem Tag präsentiert wurde. Der Carneval de Negros y Blanco ist ein tolles Ereignis, dass mir die Lebensfreude und Vielfalt Kolumbiens mal wieder gezeigt hat. Kolumbien verzaubert!

 

 

 

Nach so einem guten Start in die Reise ging es aufregend weiter. Nach dem Karneval stellte ich fest, dass einige Freunde von mir auch in Pasto waren. Wir unternahmen einen Ausflug zur Laguna de la Cocha. Während des Ausfluges stellten wir fest, dass wir die gleiche Reiseroute hatten und reisten die nächste Woche gemeinsam. Die schönen Zufälle des Lebens.

La Laguna de la Cocha ist ein 40km2 großer, natürlicher aus Gletschereis bestehender See, ca. 40 Minuten von Pasto entfernt. Nach der Laguna de Tota en Boyacá, die ich 2016 besuchte, ist sie die größte Lagune Kolumbiens und mit 2.800 Metern über dem Meeresspiegel auch die zweithöchste. El Encano, der letzte Ort vor der Lagune, ist voll mit Restaurants, touristischen Ständen und Verkäufer*innen. Vor Jahren kam wohl eine holländische Frau in den Ort und gestaltete die Häuser nach holländischem Stil. Ein kleiner, bunter Ort mit vielen Leckereien, die man probieren kann.

 

 

 

Von dort aus nahmen wir ein Boot zur Isla la Corota. Auf der Insel betritt man für einen Eintrittspreis das Naturreservat mit den verschiedensten Pflanzen. Während wir zum Aussichtspunkt liefen, wurden die Bäume um uns dichter und wir fühlten uns wie im tiefsten Dschungel!

 

 

 

La Cocha erinnert mich ein wenig an die künstlich angelegte Laguna de Guatavita, in der Nähe von Medellín. Auch hier zeichneten sich große Berge rund um uns herum in der Landschaft ab. Der Ausblick war wunderschön.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Las Lajas, eine katholische Basilika, die Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde . Von Pasto aus nahmen wir den Bus nach Ipiales. Drei Stunden und eine 20-minütige Taxifahrt später, sahen wir die eindrucksvolle Kathedrale, die zwischen die Berge gebaut wurde. Schon vom Weiten, sah Las Lajas sehr eindrucksvoll aus! Für Kolumbien als sehr katholisches Land, ist es ein besonderer Ort, der sehr touristisch geworden ist. Im Ort gibt es geschmückte Lamas, mit denen Fotos gemacht werden können. Ein Restaurant folgt dem anderen und katholische Souvenirs, so wie Kreuz- und Jesusketten werden an jeder Ecke zu Hunderten verkauft. Rund um die Kathedrale sind in die Felsen lauter „Dankessteine“ eingebaut, mit denen Personen der Señora des Las Lajas, deren zu Ehren die Kathedrale erbaut wurde, für Gesundheit, Glück und Wunder danken.

 

 

 

Las Lajas ist ein beeindruckender Ort! Die Architektur der Basilika ist sehr interessant. In der Kathedrale gibt es ein kleines Museum zur Architektur und Geschichte der Kathedrale. Für mich wurde jedoch ein bisschen zu viel Wirbel um diesen Ort gemacht. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich als nicht-religiöse Person nicht den gleichen Zugang finde, wie viele andere katholische Menschen. Auch wenn es beeindruckend ist, die riesige Kathedrale zwischen den Felsen zu sehen und über die 20 Meter lange Brücke über die Schlucht zu laufen, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, extra dafür die lange Fahrt bis in den Süden Kolumbiens auf sich zu nehmen. Das mit dem Karneval in Pasto zu verbinden, war auf jeden Fall eine gute Idee!

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Das typische Foto von Las Lajas

Von Las Lajas aus ging es direkt weiter nach Ecuador. Ich hatte nicht damit gerechnet in den sechs Monaten Kolumbien zu verlassen und hatte nie ernsthaft darüber nachgedacht nach Ecuador zu reisen. Im Nachhinein war es eine tolle Idee und Ecuador hat mir in den wenigen Tagen, die wir dort verbrachten, sehr gut gefallen! Gerne würde ich wieder zurück und noch mehr des kleinen Landes kennenlernen.

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An der Grenze gab es drei verschiedene Schlangen zur Migration. Eine für Kolumbianer*innen, eine für Ausländer*innen und eine für Venezueler*innen. Die Krise in Venezuela ist in Kolumbien sehr präsent. Während meiner Zeit in Bogotá sah ich viele Venezueler*innen, oft in der TransMilenio um Süßigkeiten zu verkaufen oder anders Geld zu verdienen. Es ist ein sehr komplexes Thema!

Von Tulcán, dem ersten ecuadorianischen Ort nach der Grenze, sind wir 6 Stunden mit dem Bus in die ecuadorianische Hauptstadt Quito. Mit 2,2 Millionen Einwohner*innen ist es die zweitgrößte Stadt Ecuadors nach Guayaquil im Süden Ecuadors. Quito hat mich überrascht und begeistert! Ohne Erwartungen kam ich an, mit vielen Eindrücken verließ ich die vielseitige Stadt! Durch Kontakte kamen wir bei der Architekturstudentin Gisell und ihrer Familie in der Altstadt unter. Sieben Leute waren wir, die sie für zwei Nächte aufnahmen! Gastfreundschaft wird also auch in Ecuador groß geschrieben. Ihre Familie war sehr herzlich und offen, zeigte uns die Stadt und bereitete typisches Essen zu. Mein Favorit: empanadas verdes, meist mit Käse gefüllte Empanadas, deren Teig aus grünen Kochbanen zubereitet wird. Durch die Kochbananen sind die Empanadas ein bisschen süßer als die in Kolumbien typischen Maisempanadas.

Quito zeichnet sich durch seine große Altstadt aus, die 1978 als erste Stadt überhaupt zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. In der Altstadt gibt es sehr viele Kirchen und Klöster im Stil des kolonialen Barocks. Durch die Altstadt zu schlendern und die Architektur und das Treiben in den Straßen aufzunehmen, war sehr interessant. So kamen wir an einem Schokoladenladen vorbei, República del Cacao. Ecuador ist weltweit bekannt für seine qualitativ hochwertige Schokolade. In diesem Laden aß ich das beste Schokoeis meines Lebens! 70-prozentige Schokolade setzte in mir Dopamine frei! Ich habe noch nie so viele Glückshormone durch Schokolade in meinem Körper gemerkt, wie nach diesem Eis! Große Empfehlung!

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Das nächste Highlight war die Basílica del Voto Nacional. Ihre zwei Kirchtürme, die mich aufgrund des gothischen Architekturstils an Notre Dame in Paris erinnerten, ragen über die Stadt hinaus. Wenn man den Kirchturm besteigt, erwartet eine*n ein wunderschöner Ausblick über die Hauptstadt. 360 Grad-Panorama! Quito ist umgeben von Bergen an die sich die Wolken anzuschmiegen scheinen. Die Stadt ist riesig! Wohin man schaut, stehen Gebäude. Mich wundert es, dass „nur“ 2,2 Millionen Menschen hier leben.

 

 

 

Ein anderer sehenswerter Blick auf die Stadt ist vom Hügel El Panecillo aus. Mit dem Taxi fuhren wir hoch, wo uns eine riesige, 45 Meter hohe Jungfrauenstatue erwartete, die von der Altstadt aus zu sehen ist. Religion ist in Ecuador ein wichtiges Thema, gerade in Quito findet man viele katholische Kirchen. Gisell erzählte mir, dass anstatt der Jungfrauenstatue ein indigenes Monument auf den Hügel gebaut werden sollte. Ich fand es sehr traurig, dass die katholische Religion, die von den Spaniern ins Land gebracht wurde, die indigene Kultur (zumindest an diesem Ort) überschattete.
Vom Panecillo aus betrachteten wir den pastellfarbenen Sonnenuntergang über Quito.
In Quito gibt es noch viel mehr zu entdecken. Wir wären gerne mit der Teleférico gefahren, einer Seilbahn, die über Quito in die Berge führt. Leider hatten wir nur einen Tag in Quito, den wir jedoch gut genutzt haben.

Am nächsten Tag ging es mit dem Bus eine Stunde weiter zur Mitad del Mundo (Mitte der Welt). Wir liefen auf dem Äquator entlang, mal im Norden, mal im Süden der Welt. Gekennzeichnet ist der Äquator durch eine gelbe Linie, die genau genommen, nicht genau auf dem Äquator liegt. Mitten auf dem Platz steht ein 30 Meter hohes Monument mit einer 4,5 Meter Durchmesser Kugel, die die Erde symbolisiert. Vom Monument aus hat man einen wunderschönen Ausblick.
Das Monument liegt ca. 23 Kilometer nördlich von Quito und markiert den Ort, an dem Charles Marie de La Condamine mit einer französischen Expedition 1736 als erster Europäer eine (auf 240 m) genaue Position des Äquators bestimmte.
Gerade als wir das Monument bestiegen und im Museum waren, regnete es stark. Als wir wieder rausgingen, sahen wir einen intensiven Doppelregenbogen. Ein kleines Wunder mitten in der Mitte der Welt.

 

 

Rund um das Monument gibt es viel zu sehen. In dem kleinen Kolonialdorf, das drum herum gebaut wurde, gibt es Restaurants, Shops, ein Planetarium, ein Bier- und Schokoladenmuseum und auch einen Stall mit cuys (Meerschweinchen), die im Süden Kolumbiens und Ecuador Spezialität sind. Ich habe noch nie so riesige und überfütterte Meerschweinchen gesehen!
Interessant war auch das Ei, dass auf einer Spitze balanciert werden musste. Viel Geduld ist hierbei gefragt! Auf Äquatorhöhe ist die Erdanziehungskraft geringer, als auf dem Rest der Welt. Woanders wäre es unmöglich das Ei zu balancieren. Im Museum stand auch eine Waage, die anzeigte, wieviel man normalerweise wiegt und wieviel auf dem Äquator (zwei Kilogramm weniger).

 

 

Von Quito ging es mit dem Nachtbus weiter in den Westen Ecuadors, an die Küste.
Der Transport in Ecuador ist unheimlich günstig! Für eine 8-stündige Busfahrt zahlten wir 12 Dollar. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass die Währung in Ecuador US-Dollar sind. Aufgrund zahlreicher wirtschaftlichen Krisen wurde 2000 der Sucre abgeschafft und der Dollar als offizielles Zahlungsmittel im Land eingeführt. Gerade der Transport und auch Nahrungsmittel sind günstiger als in Kolumbien. Für Kolumbianer*innen ist der Umtausch von Pesos in Dollar jedoch teuer.

Die letzten Tage der Reise verbrachten wir an der Küste Ecuadors ganz nach dem Motto „Vamos pa‘ la playa“ (definitiv Ohrwurm dieses Urlaubes!).
Den ersten Tag verbrachten wir in Mompiche und am Playa Negra. An der Pazifikküste Südamerikas sind die Strände oft sehr mineralhaltig. Der schwarze Sand, der funkelt und glitzert, ist sehr wertvoll aufgrund der vielen Mineralien. Aus ihm werden Computer und andere technologische Geräte hergestellt (so der Guide vom nächsten Tag).
Die Strandtage genossen wir sehr nach den vielen Busfahrten. Alle, sowohl meine kolumbianische Freunde, die von Natur aus morenxs (braun) sind, als auch ich, verbrannten uns mit der knallenden Sonne. Auf Äquatorhöhe kann ich gefühlt nur fünf Minuten in der Sonne sein, eh ich rot werde.
Abkühlung holten wir uns im salzigen Meer, dessen Wellen wilder sind, als an der karibischen Küste. Ein Paradies für alle, die surfen lieben.
Am nächsten Tag sind wir zum nächsten Strand, Portete. Wir hatten eine kleine Bootstour und lernten interessante Dinge über Flora, Fauna und den Ort.

 

 

Nach zwei Tagen Strand ging es schon wieder zurück zur Grenze. Das bedeutete wieder eine lange Busnachtfahrt. Unsere letzte Station auf dem Weg war das cementerio (Friedhof) in Tulcán. Nach einem kleinen Unfall einer Freundin, die umgeknickt war und von der ambulancia behandelt wurde, humpelten wir solidarisch zum Friedhof. Ich finde es immer ein bisschen merkwürdig Friedhöfe als touristische Attraktion zu besuchen. Dieser war in sofern besonders, da die vielen Büsche als indigene Figuren und Tiere beschnitten waren.

 

 

Mit einer letzten Nacht in Pasto nahmen mein Unifreund und ich die 18-stündige Busfahrt zurück nach Bogotá in Anlauf. Meine anderen Freunde flogen von Pasto aus zurück.
Im Bus rechneten wir aus, wieviel Busstunden wir in 10 Tagen hinter uns hatten. 65 Stunden! So schlimm und lang kam es mir gar nicht vor! Vielleicht auch, weil wir so viel erlebt und gesehen haben. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, in so kurzer Zeit so viel zu sehen.

Wieder in Bogotá angekommen, merkte ich, wie sehr Bogotá ein Zuhause für mich geworden ist. Ich fühle mich wohl hier!
Deshalb fällt es mir umso schwerer schon in fünf Tagen Abschied von dieser tollen Stadt und Kolumbien zu nehmen. Mein Abenteuer in Kolumbien hört auf 😦 Am Freitag geht es nach Brasilien!

Weisheit des Tages: vom bunten Karneval in Pasto (¡Que viva Pasto, carajo!), die beeindruckende KathedraleLas Lajas  mitten in der Schlucht, Ecuadors vielseitige, lebendige Hauptstadt Quito bis zur pazifischen Küste Ecuadors. In zehn Tagen haben wir sehr viel erlebt! Die Reiselust in Südamerika wird wohl nie gestillt sein!